800 Bielefelder Stadtzeichen

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Was verbinden Bielefelder_innen mit ihrer Stadt? Was macht heute das Leben in Bielefeld aus? Wie stellen sich Bielefelder_innen die Zukunft Bielefelds vor?
Gemeinsam mit dem Künstlerhaus Lydda forderte die Theaterwerkstatt Bethel dazu auf, sich in offenen Ateliers und Performance-Werkstätten auf Spurensuche zu begeben. Wir sammelten und untersuchten Geschichte/n und setzten Zeichen. So entstanden im Laufe des Jahres mitten im Stadtraum eine Vielzahl ortsbezogener Inszenierungen, die ihren Höhepunkt am 20.09.2014 mit einem großen Performance-Fest in und um die Neustädter Marienkirche fanden.
Um einen Eindruck von den entdeckten, gesammelten und inszenierten Stadtzeichen zu bekommen, können sie gerne das Fotomagazin unter: www.800-bielefelder-stadtzeichen.de besuchen!

Hier geblieben - Volxperformance

Hier geblieben - Eine szenische Lesung

Was bringt Menschen dazu, in Bielefeld zu bleiben und nicht an andere Orte weiter zu ziehen? Was macht diese doch recht "mittelmäßige" Stadt eigentlich so l(i)ebenswert? Ist es der Mangel an anderen Gelegenheiten oder ist es Liebe? Freundschaft? Vielleicht sogar Wohlbefinden?

70 Postkarten wurden während der letzten offenen Salonabende im Erzählcafé Brackwede, in der Stadtbibliothek Bielefeld oder in der capella hospitalis an "die Hiergebliebene" oder "den Hiergebliebenen" geschrieben. Sie erzählen von Sehnsüchten, Fernweh, Kindheitserinnerungen , Fluchten, Bleiben und Heimaten. Neben anderen Recherchematerialien aus Literatur, Kunst und Musik sind die Postkarten zum Ausgangsmaterial für eine szenische Lesung geworden.

Premiere 20.09.2014 im Rahme des Performancefestes "800 Bielefelder Stadtzeichen"

Künstlerische Leitung Kordula Marzinzik, Katrin Nowak

Musik Christian Beckers

Technik Rasmus Exner, Fynn Felgenhauer, Ramon Kallenbach


Bethlem///Unter Zwang

Bethlem/// Unter Zwang auf dem Bielefelder Johannisberg

"In der Schule haben wir gelernt, dass das keine richtigen Menschen sind, die da oben hausen." Über tausend Frauen, Männer und Kinder wurden von 1942-1945 im Zwangsarbeiterlager "Bethlem" auf dem Bielefelder Johannisberg gefangen gehalten. Vor allem "Ostarbeiterinnen", verschleppt aus der Sowjetunion, aber auch Menschen aus vielen anderen Ländern mussten von dort aus in den Dürkopp-Werken arbeiten.

Am 22.Juni 2014, dem Jahrestages des Einmarsches der deutschen Wehrmacht in die Sowjetunion, präsentierten 8 Tänzerinnen auf dem Bodendenkmal "Unter Zwang" (2010) von Susanne Albrecht ihre Tanzperformance, die das Schicksal der Gefangenen in Erinnerung rief. Die choreografierten Szenen erzählen vom Leben zwischen Alltäglichkeit, Repression und Vernichtungskrieg.

Premiere 22.06.2014, Bielefelder Johannisberg

Künstlerische Leitung Matthias Gräßlin, Sebastian Seibert

Musik Christian Beckers, Kalle Mews

Technik Rasmus Exner, Ramon Kallenbach


Home sweet home?!

Was muss ein Ort haben, damit man sich dort Zuhause fühlt? Sind es die Menschen, die dort sind? Sind es Gegenstände, Gerüche? Sind es einfach nur Erinnerungen oder Gefühle? Was hat es mit dem Begriff "Heimat" auf sich? Kann man sich eine Heimat aussuchen? Fragen über Fragen, die zu einer intensiven Zusammenarbeit zwischen Jugendvolxtheater und Schulchor führten.

Premiere 20.06.2014

Regie/Dramaturgie Lena Kampmann

Co-Regie Lotti Kluczewitz

Musikalische Leitung Deborah Zahlten

Licht Fynn Felgenhauer, Rasmus Exner

Ton Ingo Siekmann


Dörfer - Ein Stück von hier und wohin

Dörfer - Ein Stück von hier und wohin

Die Welt. Ein Dorf. Jeder kennt jeden. Im Großen wie im Kleinen. Die Einwohner haben schon einiges erlebt. Sind vertraut. Haben etwas aufgebaut. manche sind schon immer da. Besonders die Alten. Und die ganz Jungen. Andere bleiben schon lange weg. Doch die Zeit steht nicht still. Wie plötzlich ist alles neu.

"Dörfer" ist ein Stück, dessen Handlungsstränge den Menschen hier in Bielefeld abgelauscht und im spielerischen Prozess verknüpft wurden. Dabei kristallisierten sich existentielle Themen heraus. Wie zu allen Zeiten fragen sich die Figuren, woher sie kommen, wer sie sind, was aus ihnen geworden ist und was werden soll - vor allem, wenn es anders kommt als sie nie zu denken wagten.

Premiere 02.05.2014, Theaterwerkstatt Bethel

Künstlerische Leitung/ Regie Matthias Gräßlin, Katrin Nowak

Dramaturgie Nicole Zielke

Technische Leitung Rasmus Exner, Fynn Felgenhauer


Bethels Gedächtnis 2014

Bethels Gedächtnis im Rahmen von 7 Tage - 7 Sinne in den Lydda-Ateliers

Bethels Gedächtnis ist ein mehrjähriges, partzipatives Kunstprojekt, an denen sich bisher Menschen unterschiedlichster sozialer Lebenskontexte mit ihren persönlichen Objekten, die mit eigenen Erlebnissen und Erfahrungen zu Bethel verbunden sind, beteiligt haben. Die Objekte, Geschichten und Portraits der Teilnehmenden wurden auf dem Jahnplatz und in den Lydda-Ateliers in eine begehbare Rauminstallation verwandelt, die sich je nach Ausstellungsdauer erweiterte. Somit wächst "Bethels Gedächtnis" seit 2013 durch zahlreiche Interviews in Bielefeld, Dortmund etc. an.

Ausstellungen 10.05.2014 Aktionstag Diakonie, Jahnplatz

03.06.-09.06.2014 7 Tage - 7 Sinne, Lydda-Ateliers

Künstlerische Leitung Lara Burgmann, Nicole Zielke

Fotografie Jens Dombrowski

 

Bethels Gedächtnis ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Künstlerhaus Lydda, der Neuen Schmiede und der Theaterwerkstatt Bethel. "Bethels Gedächtnis 2014" wird gefördert durch den Dankort Bethel.


Von überall her - Volxperformance

Volxperformance "Von überall her"

Viele BielefelderInnen stammen aus anderen Ländern, oder ihre Eltern oder ihre Großeltern, oder... Die SpielerInnen haben in offenen Werkstätten in Baumheide und Bethel gefragt, was Menschen ethnischer mit Bielefeld verbinden und wie sie diese Stadt mit prägen. Die Antworten haben sie szenisch, musikalisch und choreografisch zu einer Performance verarbeitet, die Assoziationen zur aktuellen Flüchltingsproblematik und zur In- und Exklusionsdebatte wecken.

Premiere 01.06.2014 im Rahmen der Bi-Integrale 2014, Ravensberger Park

Künstlerische Leitung Andrea Beck, Marcel Barros

Musik Marcel Barros, Aytac Yilmaz, Mutlu Yilmazer

Technik Ramon Kallenbach



Das Königreich der Inklusion

Das Königreich der Inklusion - Volxperformance-Parade

Es war einmal vor sehr langer Zeit in einem Köngreich. Dort lebte ein recht durchschnittlicher König, der weder besonders klug noch besonders dumm war. Auch seine Schönheit fiel nicht aus dem Rahmen. Was diesen König zu einem besonderen König werden ließ, war ein Ereignis. Es handelte sich weder um einen Ball oder den Besuch einer Fee, sondern um einen Besuch eines Marktes. Genauer gesagt, besuchte der König den Markt mit seinen Beratern. Es war einer der gewöhnlich jede Woche stattfindenden Wochenmärkte, bei dem der König mit einem unbekannten Besucher zusammenstieß. "Man was soll das? Biste blind oder behindert?", machte der Unbekannte den König an. Die Berater des Königs waren entsetzt. Wie konnte es ein dahergelaufener Fremder wagen, den König zu beleidigen? Doch der König war zunächst lediglich amüsiert. Er hielt seine Berater davon ab, die Wachen zu rufen und setzte seinen Gang über den Markt fort. Dabei bemerkte er nun Dinge, die zwar auch schon zuvor existierten, aber bisher seiner Aufmerksamkeit entgangen waren. Er begann seinen Beratern Fragen zu stellen, die diese überraschten. Sie selbst hatten meiste keine Antworten auf die Fragen, bemühten sich aber diese in Erfahrung zu bringen.... (M. Brinkkötter, Volxperformer)

Premiere 06.05.2014, im Rahmen des Europäischen Protesttages der Aktion Mensch, Alter Markt, Bielefeld

Künstlerische Leitung Andreas Bentrup, Leonie Lunkenheimer


Stadt im Ohr

Stadt im Ohr - Geräuschkullissen und Texte zu und über Bielefeld

Die Offene Schreibwerkstatt hat versucht, Bielefeld "hörbar zu machen". Dafür suchten die Autorinnen und Autoren bekannte, unbekannte und außergewöhnliche Orte in Bielefeld auf, um Geschichten, Eindrücke und Bielefelder Geräusche zu sammeln und neue Texte zu schreiben. Die entstandenen Texte und Bielefelder Geräuschkulissen wurden zu einer szenischen Lesung und zu verschiedenen Soundinstallationen zusammengefügt.

Premiere 26.04.2014 im Rahmen der Bielefelder Nachtansichten, Historischen Sammlung Bethel

Künstlerische Leitung Maja das Gupta


Blind Dates

Blind Dates zwischen Volxtheaterensembles, Theater ecce und den Blauen Hunden

// Ein Performance-Theater-Abend mit Volxtheater-Ensembles der Theaterwerkstatt Bethel, dem Theater ecce und Blaue Hunde, Salzburg

 

Hier treffen Theaterensembles aufeinander, die seit langem etwas gemeinsam haben: alle lassen ihre Stücke und Inszenierungen im gemeinsamen Prozess möglichst unterschiedlicher Menschen entstehen. Im Blind Date bringen sie jeweils eigene Spielelemente ein und starten ein gewagtes Zusammenspiel.

 

Premiere 21.11.2013 im Rahmen der Fachtagung "Theater der Vielfalt// Inklusive Räume"

Künstlerische Leitung Volxtheater Matthias Gräßlin, Katrin Nowak, Nicole Zielke, Andreas Bentrup

Künstlerische Leitung Theater ecce und Blaue Hunde Reinhold Tritscher, Wolf Junger

Technik Rasmus Exner, Fynn Felgenhauer, Ramon Kallenbach


Bethels Gedächtnis 2013

Fotografie Jens Dombrowski

Unterschiedlichste Menschen wurden aufgerufen, sich mit ihren persönlichen Objekten, Geschichten oder Bildern an "Bethels Gedächtnis" zu beteiligen. In Rahmen von Interviews wurden Erinnerungen, Erlebnisse, Assoziationen, die in Zusammenhang mit Bethel stehen, gesammelt. Nicht selten dienten die Objekte als Erinnerungsträger oder Erzählimpuls. Die daraus entstandene begehbare Kunstinstallation wurde dem Publikum beim Bethel-Fest der Vielfalt erstmalig präsentiert.

Ausstellung 22.06.2013 im Rahmen des Bethel-Fests der Vielfalt in der Eingangshalle des Hauptarchivs

Künstlerische Leitung Jürgen Heinrich, Matthias Gräßlin

Interviews Lena Friedrichs, Linda Fobbe, Rebecca Knull, Lena Schäfer, Martina Schroer, Nicole Zielke

Fotografie Jens Dombrowski

Organisation und Ausstellung Martina Schroer, Nicole Zielke

KooperationspartnerInnen Susanne Stellbrink (Neue Schmiede), Kerstin Stockhecke (Hauptarchiv Bethel)

 

RISK - Volxtheater trifft Zeitsprung

RISK - Volxtheater trifft Zeitsprung

Nichts ist sicher! Sehnsucht und Leidenschaft treiben uns an, wenn wir an unsere Grenzen gehen und darüber hinaus wollen. Wann wird es wirklich gefährlich? Was versprechen wir uns? Welche Hoffnungen geben uns den Mut, alles aufs Spiel zu setzen? Nur im Vertrauen und ins Gelingen verliebt, findet das Zusammenleben unterschiedlicher Menschen eine Chance.

Mit vereinten Mitteln untersuchen die Theaterwerkstatt Bethel und das Tanztheater Bielefeld in diesem grenzüberschreitenden Projekt gemeinsam die Wagnisse, die Menschen im Handeln, in der Begegnung und im Zusammenwirken eingehen. Tanz, Theater und Musik greifen rasant - und manchmal gefährlich langsam - ineinander, durchleuchten das Leben als einziges Risiko.

Premiere 17.05.2013, Theaterlabor im Tor 6

Choreograhie Gregor Zöllig, Anna Eriksson

Regie Matthias Gräßlin, Katrin Nowak

Dramaturgie Nicole Zielke

Musik Aytac Yilmaz, Sven Pollkötter

Technische Leitung Bert Buchholz


Be.Bots.

Be.Bots auf dem Zukunftskongress der Inklusion in Berlin 2014

Was macht einen Menschen aus? Was wird aus unserer Gesellschaft, wenn Roboter wie Menschen sein und behandelt werden wollen? Die Volxperformancegruppe hat sich unter dem Motto "Prinzip Hoffnung" mit gesellschaftlich weitreichenden Zukunftsvisionen auseinandergesetzt. Bereits in den ersten Versuchen entstanden die Be.Bots.

Die Be.Bots. sind nach den neuesten technologischen Entwicklungen erbaut und werden in unterschiedlichen Einrichtungen, aber auch in privaten Haushalten bereits erfolgreich eingesetzt. Die Be.Bots. entsprechen internationalen Standards.

Premiere 07.05.2013 im Rahmen des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung

Künstlerische Leitung Andreas Bentrup, Nicole Zielke


Alles Gute

Das Jugendvolxtheater präsentiert "Alles Gute"

Feierlichkeiten und Glückwünsche, Floskeln und Täuschung, Gut und Böse. Das Streben nach dem Guten bis hin zum Leistungsdruck. Die Fragen danach, wie es wäre, wenn tatsächlich alles gut wäre, und ob man selbst eigentlich immer gut sein muss - das sind nur einige der vielen Assoziationen zu diesem Motto, die das Ensemble zu Szenen verarbeitet hat. Der Inspiration dienten dabei nicht nur eigene Erfahrungen und Vorstellungen der Mitwirkenden, sondern auch das "Gute", so wie es in der Literatur, in Musikstücken, Bildern und der Werbung auftaucht und angepriesen wird.

Enstanden ist ein buntes Collagenstück, in dem vieles gut ist, manches gut wird, einige gut sein wollen und andere Gutes wünschen.

Premiere 30.04.2013, Theaterwerkstatt Bethel

Regie und Dramaturgie Nicole Pasuch

Co-Regie Lena Kampmann

Technische Leitung Ramon Kallenbach, Ingo Siekmann, Rasmus Exner


Das Mirakel präsentiert: Die verlockenden Fräulein

Das Mirakel präsentiert: Die verlockenden Fräulein

Ein Revue-Theater im Deutschland Mitte der 30er Jahre: acht Frauen und ein Mann kämpfen darum, aus ihrem Leben etwas zu machen. Die Eine möchte der größte Star werden, den die Welt je gesehen hat, eine Andere wiederum braucht das Geld, um ihr Kind zu versorgen und eine Dritte will ihrem alten Leben entfliehen und ihr Glück im Showgeschäft finden. Die alternde Diva merkt, dass ihr Stern zu sinken droht und sie ist auf keinen Fall bereit ihren Platz im Rampenlicht kampflos aufzugeben. Unbemerkt von ihren Angestellten versucht die Chefin verzweifelt, das Mirakel vor der drohenden Schließung zu retten. In einer Zeit, in der sich die Frau gerade empanzipiert hatte und nun doch wieder zurück an den Herd soll, versuchen sich die Protagonistinnen Tag für Tag zu behaupten. So unterschiedlich ihre neun Schicksale auch sind, sie alle verbindet das Theater als Ort der Zuflucht. Um am Ende des Tages ihren Zielen ein Stück näher zu kommehn, unterhalten sie das Publikum mit ihrem Gesang und Tanz. Denn die Show muss weitergehen!

Neun SchülerInnen des Chores der Jahrgangsstufen 9 bis 13 der Fr.-v.-Bodelschwingh-Schulen Bethel stellten sich der Herausforderung und entwickelten ein eigenes Stück, dass sich mit dieser thematisch hochinteressanten Zeit auseinandersetzt. Unterstützt wurden sie dabei von der Big Band der Fr.-v.-Bodelschwing-Schulen. Auf diese Weise ist ein Musiktheaterstück entstanden, da den Zuschauer in die 30er Jahre eintauchen lässt.

Premiere 06.02.2013, Forum der Fr.-v.-Bodelschwingh-Schulen

Künstlerische Leitung/Regie Lena Kampmann

Co-Regie Tanja Krüger

Musikalische Leitung Michael Witulski

Musikalische Arrangements und Einstudierung Big Band Martin Gentejohann

Choreographie Richard Oquita

Licht/Bühne Rasmus Exner

Ton Janne Seithel, Steffen Seithel